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1P / 3P

Geschäftsmodell

1P-Verkäufer (First-Party) verkaufen Großmengen an Amazon; Amazon verkauft die Produkte dann weiter. 3P-Verkäufer (Third-Party) verkaufen direkt an Kunden über Seller Central. Die meisten EU-Marketplace-Verkäufer arbeiten als 3P.

1P-Verkäufer führen Großhandelstransaktionen mit Amazon durch, das die Produkte dann auf seiner Plattform weiterverkauft. Dieses Modell ist bei größeren Marken verbreitet, die das Lagerbestandsrisiko auslagern möchten. 3P-Verkäufer arbeiten über Seller Central und erreichen Kunden direkt. Etwa 60% der Verkäufe auf EU-Marketplaces stammen von 3P-Verkäufern, was deren Dominanz unterstreicht. 3P-Verkäufer zahlen verschiedene Gebühren, darunter eine Verkaufsprovision zwischen 7% und 15% je nach Kategorie, und müssen ihren Lagerbestand und das Fulfillment selbst verwalten – anders als 1P-Verkäufer, die von Amazons Logistik profitieren. Der Nachteil für 3P-Verkäufer ist weniger Kontrolle über Preisgestaltung und Markenrepräsentation, da Amazon Preise nach seinen Algorithmen anpassen kann. 1P-Verkäufer hingegen haben längere Zahlungszyklen, erhalten Zahlungen typischerweise alle 14 Tage, während 3P-Verkäufer schneller auf Mittel zugreifen können. Zudem müssen 1P-Verkäufer Amazons Vendor Central-Richtlinien befolgen, die Werbeaktionen und Preisreduktionen einschließen können. Die Wahl zwischen 1P und 3P hängt oft von der Betriebskapazität, Markenstrategie und Bereitschaft des Verkäufers ab, sich auf Amazons Bedingungen einzulassen. Verkäufer sollten ihre Geschäftsziele und Marktpositionierung in der EU bewerten, besonders in Schlüsselmärkten wie DE, FR und IT.

Verwandt: Vendor Central, Seller Central